Gedenkstunde auf dem Friedhof St. Lamberti gegen das Vergessen

Am Mittwoch, 20. Juli, veranstaltete die Stadt Hildesheim gemeinsam mit dem Jugendforum auf dem Friedhof St. Lamberti eine Gedenkstunde für die Männer und Frauen der deutschen Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus. Rund 40 Hildesheimerinnen und Hildesheimer besuchten aus diesem Anlass das Grab des Hildesheimer Widerstandskämpfers Georg Schulze-Büttger.

Dieser hatte am 20. Juli 1944 eine maßgebliche Rolle beim gescheiterten Attentat um Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg auf Adolf Hitler gespielte und wurde daraufhin durch das NS-Regime hingerichtet.


Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer und Kai Birkenfeld (Jugendforum) am Grab von Georg Schulze-Büttger

Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer bezeichnete es als „essentiell wichtig“, die Erinnerung an Menschen, die sich selbst für ein höheres Ziel in Gefahr bringen, wach zu halten: „Zum Einen, um den nachfolgenden Generationen aufzuzeigen, dass es nicht immer richtig ist, mit dem Strom zu schwimmen. Zum Anderen, um die Aufopferung der Widerständler in der NS-Zeit angemessen zu würdigen“.
Auch Kai Birkenfeld vom Jugendforum teilte diese Einstellung. Für ihn sei es wichtig, dass auch heute Jugendliche von Menschen erfahren, die eigene Courage gezeigt haben indem sie gegen den Nationalsozialismus gekämpft haben. Schulze-Büttger sei ein Mensch gewesen, der für seine Überzeugung einstand.

Dr. Meyer lobte in seiner Rede auch das Engagement einiger Mitbürgerinnen und Mitbürger und nannte als Beispiel eine Gemeinschaftsaktion des Heimat- und Geschichtsvereins mit dem Andreanum und dem Projekt „Vernetztes Erinnern“ der Volkshochschule. Diese hatten vor zwei Jahren eine Gedenktafel zu Ehren Georg Schulze-Büttgers enthüllt.

Der Oberbürgermeister dankte allen Anwesenden für ihre Anteilnahme im Namen des gleichnamigen Sohnes des Widerstandskämpfers, der kurzfristig leider nicht an der Gedenkstunde teilnehmen konnte.


Auch Corinna Finke, Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, hielt eine kurze Ansprache